Englisches Vollblut

Englisches Vollblut

Allgemeine Informationen

Mindestens seit der Zeit der römischen Besatzung schickte die Bevölkerung der Britischen Inseln ihre Pferde ins Rennen, die als schnellste Pferde der Welt bekannt sind. Adelige förderten die Leistungszucht und die Stadt Newmarket wurde zum Pferdezentrum. Seit 1793 gibt es bereits ein Zuchtbuch, in dem seither alle Vollblutpferde lückenlos eingetragen sind. Heutzutage werden Englische Vollblüter weltweit gezüchtet, vor allem in Großbrittannien, Irland, USA und Frankreich.

Aussehen

Englische Vollblüter sind schlanke und hochbeinige Pferde mit einem edlen Kopf, wobei ein schlanker Hals in einen ausgeprägten Widerrist mündet. Der Rücken ist kurz, die Kruppe stark bemuskelt. Die Schulter ist schräg und der Rumpf breit, wobei die Beine lang und schlank mit trockenen Gelenken und harten Hufen ausgestattet sind. Englische Vollblüter gibt es meist als Braune und Füchse.

Charakter

Die Pferde werden zu Höchstleistungen gezüchtet, sie zeigen sich daher leistungsbereit und leistungswillig. Die Tiere sind eine Kämpfernatur und sehr sensibel. Meistens sagt man den Pferde nach, sie wären öfters nervös, was jedoch nicht immer auf jedes Exemplar zutrifft. So ein Pferd braucht natürlich einen einfühlsamen menschlichen Partner, Anfänger dürften überfordert sein. Galopp ist die Gangart die die Tiere bevorzugen, wodurch sie häufig Spitzengeschwindigkeiten erreichen. Die Pferde sind vielseitig begabt und machen sich daher im Dressurviereck und Springparcours sehr gut. Englische Vollblüter werden aber auch im Freizeit- und Wanderbereich gerne eingesetzt, man sollte jedoch davon absehen mit ihnen einen gemütlichen Ritt zu veranstalten, da nicht alle Pferde dafür gemacht sind. Die Pferde brauchen viel Auslauf und müssen sich viel bewegen, außerdem müssen sich die Tiere entfalten können, deshalb brauchen sie viel Platz um zu galoppieren. Die Fütterung muss stimmen und eine artgerechte Haltung ist ein Muss.